Experts have been unable to understand the origin of the practice of routine male circumcision. Most of the literature shows no awareness of phimosis - its frequency - or the sexual and erectile problems which can be cured by circumcision. If routine circumcision had been introduced for this most obvious reason of eliminating difficult foreskins; then the importance of an alternative modern method, suitable to our culture's attitudes in this day and age, would be clear.

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FELIX BRYK
"NEGER EROS"

Ethnologische Studien über das Sexualleben bei Negern
Die Beschneidung - S.54-71
A. Marcus & E. Weber`s Verlag Berlin und Köln (1928)

AFRICAN EROS
Ethnological Studies on the Sexual life among African peoples
Translated: R. Stuart

SUMMARY
Full Index

NEGER EROS

Die Beschneidung

S. 54 - 55

Erst der Beschnittene, der Krieger (Moran), wie er bei den Hirtenvölkern heißt, genießt volle Freiheit zum Tun und Handeln, eine Freiheit, die er ganz besonders in den Dienst der Erotik stellt. Unbeschnitten kann und darf er nicht heiraten; gleiches gilt bei den Hirten- und Jägervölkern für die Braut. Erst durch die Beschneidung werden sie von der Gesellschaft als erwachsen, als geschlechtsreif erklärt. Nichts ersehnt daher der Bursche oder das Mädchen bei den Negern so sehr, wie den Beschneidungsakt hinter sich zu haben, denn er bildet bei ihnen einen Merkstein in der sozialen Stellung zwischen zwei Lebensstufen:

vom Jüngling (Layoni) wird er zum Manne (Mureniu), vom Mädchen (Kyepta) wird es zum Weibe (Osotya).

Sie werden zu neuen Menschen. Kose- und Kindernamen gelten von nun ab nicht mehr, der neue Name, den sie erhalten, bleibt ihnen bis zu ihrem Lebensende. (Nandi.)

Trotz der allgemeinen Verbreitung der Beschneidung bei den meisten Völkern, ist über den Grund derselben nichts Bestimmtes bekannt. Fragt man diesen oder jenen hierüber aus, so sagt er entweder " zamani!"(1) (mit einer sehr lang ausgezogenen Betonung des"ma"), was so viel bedeutet wie . "seit uralten Zeiten", oder er antwortet, daß es halt einmal so eine Sitte ist: beides keine Erklärungsgründe.

1) Ein aus dem Arabischen entnommenes Wort der Suahelisprache.

Über den Grund der Beschneidung der Mädchen bei den Nandi wurde mir wiederholt angegeben, es würden die Kinder der Unbeschnittenen sterben. Das ist aber eine Schlußfolgerung aus der bestehenden unmenschlichen Sitte, Kinder der unbeschnittenen Mädchen zu erwürgen. Also auch keine Erklärung.

Ein Dorfhäuptling der Nandi gab mir auf meine Anfrage hinsichtlich der Mädchenschneidung folgende Antwort: "Wir sind Nandi, wir wollen nicht so was Hängendes bei den Weibern!", Dabei machte er mit seinem Kleinfinger eine verächtliche Gebärde, als wollte er damit die Klitoris andeuten. Zweifelsohne werden die beschnittenen Geschlechtsteile bei Mann und Weib von den in Frage kommenden Stämmen als schön aufgefaßt. Das haben mir wiederholt Beschnittene wie noch nicht Beschnittene versichert. So hoch man auch das stark ausgeprägte Schönheitsbedürfnis der Neger bewerten will, scheint es mir doch nicht so groß zu sein. um aus rein ästhetischen Gründen die Entstehung des Beschneidüngsrituales zu postulieren. Auch nicht aus rein Magisch-Religiösem. Auch hygienische Motive können hier nicht ausschlaggebend gewesen sein, zumal die Beschneidung viele Jahre nach der wiederholten Ausübung des Geschlechtsaktes bei beiden Geschlechtern stattfindet. Mir scheint vielmehr, daß der Hauptgrund der Beschneidung sich unschwer aus dein Wesen der Sexualität ableiten läßt.

Der Mann ist bestrebt, sich den oft umständlichen Geschlechtsakt so bequem wie möglich zu gestalten; und es läßt sich nicht bestreiten, daß dabei oft die Vorhaut ein gewisses, bisweilen sogar schmerzendes Hindernis in den Weg legt, da sie nach Eindringen der Eichel eingeklemmt werden kann, was den Akt erschwert oder, falls dabei das Präputitim die Glans nicht frei läßt, die ejaculatio seminis beschleunigt. Was lag da näher als dieses Hindernis zu beseitigen, zumal man dadurch noch ein Schönheitsmerkmal für die erlangte Reife erlangte.

Von sekundärer Bedeutung war dabei noch die auf einige Monate ausgedehnte Genesungszeit. da der nun zum Manne gestempelte Jüngling in Ermanglung von Schulen erst jetzt Gelegenheit finden konnte, in alle Mysterien des Lebens von seinem Meister eingeweiht züi werden.

Für die Beschneidung der Mädchen liegen andere Gründe vor. ...

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Chapter Three
ANTHROPOLOGY
The Origins of Routine Male Circumcision
Phimosis Through the Ages
Bryk

reference: http://www.male-initiation.net/anthropology/bryk/bryk_de1.html
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